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-+Der letzte Weg
493 days ago
Das Leben, so wie es war,  wird mit nur einem einigen Satz aus den Fugen gerissen: Es ist Krebs... Diese Nachricht erhielt mein Vater am Montag und wir sind zwischen Hoffen und Bangen. Momentan weiß ich überhaupt nicht, was ich denken und fühlen soll. Natürlich möchte ich stark vor meinem Vater sein - ihm Mut zusprechen - doch wer kann schon immer stark sein. Schön, dass ich in dieser Situation Menschen gefunden habe, die mir zuhören, mich anrufen, sich mit mir treffen wollen ... das Leben erhält irgendwie plötzlich einen ganz anderen Sinn, wenn ein geliebter Mensch auf der Schwelle zum Tod steht. Na, wollen wir nicht so düster sehen - doch mit einkalkulieren muss man diesen Umstand schon. Und dennoch hoffe ich, dass nach der alles entscheidenden Operation nicht alles vorbei ist - sondern dass mein Dad zwar zu einer geminderten, aber immerhin zu überhaupt einer Lebensqualität zurückfinden kann ... tja, und dass wir alle endlich begreifen, wie kostbar das Leben ist und nicht länger ...
-+Wenn eine Blume verwelkt
599 days ago
Wenn eine Blume verwelkt (1997) Immer und immer wieder höre ich dieses eine Lied. Die ruhige Melodie und der Inhalt des Textes lassen mich in Erinnerungen schwelgen. Tränen rollen aus meinen Augen und dann wieder die eine Textstelle. „You will never come again!“ Das gibt mir den Rest. Sie wird auch niemals wiederkommen. Sie, eine Blume in voller Pracht, die letztendlich unverhofft verwelkte. Es geschah am 17. Mai. Eigentlich ein ganz besonderer Tag für mich, denn heute hatte ich meine Jugendweihe. Alle waren gut gelaunt, auch meine beiden Kusinen und deren Vater. Die gute Stimmung hielt sich bis zum Nachmittag, doch plötzlich änderte sich alles. Ich sah nur die verweinten Gesichter meiner Verwandten, die eilig zusammenpackten. Ich begriff nicht und wollte nicht begreifen. Die Zeit schien still zu stehen. Es war nicht mehr zum Aushalten. Und dann waren sie weg. Ich fühlte, wie eine dunkle Wolke von Trauer unser Haus und das Auto, in dem sie fuhren umgab. Doch wie auch ...
-+Silvester
599 days ago
Hier ein Gedicht aus meiner Anfangszeit. Oh je, das soll jetzt auch schon wieder 10 Jahre her sein? Die Zeit vergeht echt wie im Fluge, doch die schönen Momente bleiben bestehen für die Ewigkeit ;-) ... 1997 war dennoch für mich ein Schicksalsjahr. Meine geliebte Tante Elke erlag ihrem Kampf gegen den heimtückischen Krebs am Tag meiner Jugendweihe. Tja, Freud und Leid liegen so oft ganz nah beieinander...   Silvester 31. Dezember 1997   Der letzte Tag in diesem Jahr neigt sich seinem Ende entegen. Noch ist die Welt vom Dunkel der Nacht umhüllt. Ich genieße diese Stille, ist sie doch wie die Ruhe vor dem Sturm. Und schon suchen sich bunte Feuerwerkskörper einen Weg zum sternklaren Himmel Sie zerbrechen die Stille in Glasscherben. Ich stehe da und schaue hinauf. Ein Gefühl von Fröhlichkeit erfasst mich. Wieder ist ein Jahr vergangen. Ein Jahr, welches mir so viel Frohsinn, aber auch unendlich viel Leid gebracht hat. ...
-+Mein Stern
600 days ago
Mein Stern Juli 2000 Du leuchtest tief in der Nacht, hast immer über mir gewacht. Leuchtest so hell und rein, bist  schöner als jeder Edelstein. Bin ich traurig, schau ich dich an, weil ich sonst nicht schlafen kann. Du beruhigst mich, machst mir Mut und mir geht es wieder gut. Am Tag, unsichtbar für die Welt hast du dich zu meinem Herzen gesellt. Ich liebe dich, oh du mein Stern, doch bist du mir unerreichbar fern.     written by Mona
-+Vorbei
602 days ago
Vorbei Januar 2001   Sie sitzen im Auto träumend von einer anderen Welt. Bäume, Straßen und Häuser fliehen an ihren Augen vorbei. Ihr Weg ist von Stille durchzogen, sie sind mit sich allein.   Dann ein Schreckensschrei gefolgt von Panik Ausweglosigkeit Sekunden wie Stunden ein Aufprall-   und wieder Stille.   Sie sitzen im Auto, verhauchte Lebensenergie. Der Traum ist dahin, ein Kreuz als Mahnmal steht.   written by Mona
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